Bericht zur dhv DM/DJM der Fährtenhunde in Königs Wusterhausen

Der SGSV hatte sich zur Ausrichtung der dhv DM/DJM beworben und erhielt den Zuschlag. Unter der Organisationsregie von Torsten Schumpa begann bereits der LV Berlin/ Brandenburg vor mehr als einem Jahr mit der Vorbereitung. Was alles zu so einer Vorbereitung gehört und wieviel Arbeit und Zeit investiert werden muss, kann nur derjenige ermessen, der selbst so eine Meisterschaft vorbereitet hat.

Man kann schon im Vorfeld meines Berichtes sagen, hier hat Torsten mehr als ein großes Lob verdient. Die Helfer um Torsten Schumpa organisierten eine tolle Meisterschaft. Es fehlte an nichts.

Die Meisterschaft fand vom 06.11.-08.11.2015 im Raum Königs Wusterhausen ( kurz KW ) statt. Als Standquartier hatte Torsten nichts Geringeres als dass Kavalierhaus am Schloß in Königs Wusterhausen organisiert. Das war der richtige Rahmen für diese Meisterschaft. Angereist waren 24 Teams, darunter ein Jugendlicher, aus ganz Deutschland.

Von Eintreffen aller Beteiligten bis zur Siegerehrung war immer für das leibliche Wohl gesorgt. Das ist bei einer Fährten-Meisterschaft nicht so einfach. Werden doch große Wege zurückgelegt und das Gelände ist oft nicht zu überschauen. Aber auch hier war eine gute Vorbereitung zu spüren. Die Fährtenflächen waren an allen 3 Tagen immer in der gleichen Gegend, so dass nicht viel mit Koordinaten oder Standortbestimmungen gehändelt werden musste. Immerhin standen uns rund 500 ha zur Verfügung!

Die Meisterschaft an sich begann für das Organisationsteam bereits am 04.11. Hier hatte sich der RBB mit seiner Sendung „ UM4“ angekündigt. So waren bereits Mittwoch früh Organisator Torsten Schumpa , Christian Lecoutré mit seinem Riesenschnauzer Achath de grand alpha und Bernd Stefan mit seiner Briard-Hündin Milana –Madonna von der Wanderschäferein auf einem Feld bei KW mit einem Kameramann unterwegs, um ein wenig die Arbeit der Fährtenhunde zu zeigen. Es wurden 3 Stunden gedreht. Am Nachmittag fanden sich als Kulisse für die Liveaufzeichnung noch ein paar Sportler mit ihren Vierbeinern aus dem Rüdersdorfer HSV 1990 e.V. als Statisten ein. Die Aufzeichnung dauerte 1 Stunde, es wurde aber nur kurz auf die Meisterschaft eingegangen. Etwas schade für den vielen Aufwand, aber wir haben uns dennoch gefreut, wenigstens kurz über unseren Sport zu reden.

Die offizielle Eröffnung fand dann am 06.11.15 pünktlich um 9.30 Uhr mit der Chipkontrolle statt.

Um punkt 10 Uhr eröffnete dann der 1. Vorsitzende des SGSV Mirko Jablinski zusammen mit dem Präsidenten des dhv Wolfgang Rüskamp und dem Landrat von Landkreis Dahme Spree ( kurz LDS), Stephan Loge, die Meisterschaft. Zuvor gedachten alle Anwesenden des Tods von Wilfried Schäpermeier.

Danach sprach der Landrat davon, dass die Abkürzung LDS eigentlich „ Land der Sonne“ heißt. Er versprach uns gutes Wetter und er sollte Recht behalten. Zudem fand er die passenden Worte für die Starter, aber auch um ein wenig seinen Landkreis interessant zu machen.

Es wurden noch die Leistungsrichter, Matthias Höntges vom DSV und Dietmar Paul vom SGSV vorgestellt. Als Oberrichter fungierten Gilbert Schwarz ( LRO/dhv und Richard Strauß OfG/dhv). Die Gesamtleitung hatten Wolfgang Rüskamp, als Präsident dhv und Rainer Friedrich, Vizepräsident dhv inne.

Nach der Eröffnung fand dann auch gleich die Auslosung der Gruppen und der ersten Fährtenauswahl statt. Im Anschluss ging es raus ins Fährtengelände, wo dann die Auslosung der Mittagsfährten stattfand.

Die Fährtenleger waren bereits ab 9 Uhr im Gelände und verrichteten ihre Arbeit. Auch hier bereits ein großes Lob und Anerkennung an alle 13 Fährtenleger und an Ihren Einweiser Thomas Boguth , der durch Ben-Oliver Kruse tatkräftig unterstützt wurde. Sie leisteten die ganzen 3 Tage gleichbleibende gute Arbeit und schufen somit optimale Bedingungen fürs Absuchen. Ein Ausdruck dieser guten Arbeit war unter anderem auch, dass es seitens der Mannschaftsführer keinen Einspruch gab.

Bereits am ersten Tag war alles dabei. Fährtenergebnisse mit 7 Punkten und mit 99 Punkten. Es versprach eine spannende Meisterschaft zu werden. Ich verzichte hier auf alle einzelnen Teilnehmer  einzugehen. Ich möchte lediglich den einzigen Jugendlichen namentlich erwähnen. Der 12-jährige Daniel Frei startete mit seiner DSH-Hündin Uxana vom Prälatenwald bereits am ersten Tag und das 6- beinige Team erschnüffelte sich 71 Punkte. Glückwunsch.

Fast vor dem dunkel werden fanden sich dann alle Starter in Ihren Hotels ein. Auch hier eine super Leistung der Organisation. Beide Hotels waren sehr bequem per Fuß zu erreichen. Besser kann es nicht sein.

Nachdem die Oberrichter im Schreibbüro alle Ergebnisse nochmals kontrolliert hatten, stellte Claudia Wagner, die für das Schreibbüro zuständig war, mir die Ergebnislisten zur Verfügung, so dass diese bereits um kurz vor 18 Uhr online waren.

 Um 19 Uhr fanden sich alle, die Lust hatten noch ein wenig gemütlich zusammen zu sitzen, im Festsaal des Kavalierhauses am Schloss ein. Mirko Jablinski dankte noch einmal allen Sportlern für Ihre gezeigte Fairness am ersten Tag und eröffnete ein reichlich und leckeres Büffet. Es wurde dann noch viel gefachsimpelt und gelacht. Es herrschte eine harmonische Stimmung. Da es für die meisten Starter am nächsten Tag wieder weiterging, leerte sich dann der Saal recht schnell.

Am Samstag, den 2. Wettkamptag, wurde der Tag durch Wolfgand Rüskamp um 9 Uhr durch losen der nächsten Gruppen eröffnet. Am Fährtengelände zeigte sich wieder das gleiche Bild. Interessierte Besucher, aufgeregte oder weniger aufgeregte Starter und fachkritisches Publikum verfolgten die einzelnen Fährten. Am Samstag war es etwas bewölkt, teilweise regnete es leicht und es wehte ein leichter bis starker Wind. Auch am 2. Tag wieder alles dabei, vom 0 bis 97 Punkte.

Daniel Frei mit seiner Uxana räumten am 2. Tag 91 Punkte vom Feld. Das war schon super. Ich ertappte Daniel als er 4 Flaschen Bier kaufte. Erst dachte ich, er wollte sie vor Erleichterung selbst trinken (nein Spass), er spendierte sie seinen Team die mit ihm mit gefiebert und ihm betreut hatten. Ich denke von Daniel hören wir noch einiges.

Auch der zweite Tag endete kurz vor dem Dunkel werden. Die Ergebnisse standen wieder um 18 Uhr online und so konnte sich auch das Schreibbüro für den Sportlerabend fertig machen.

Um 19 Uhr traf man sich dann wieder im Festsaal zum gemütlichen Abend. Mirko Jablinski begrüßte  die Jagdpächter Herr Thieke und Herr Sanders mit ihren Frauen und wünschte einen gemütlichen Abend.

Bevor jedoch das Büffet gestürmt werden konnte, gab es noch einen kleinen festlichen Akt. Mirko Jablinski, jetziger 1. Vorsitzende des SGSV, rief seinen Vorgänger Karl Heinz Wolfgang zu sich nach vorne. Er übereichte Karl Heinz für seine langjährigen Verdienste, er war seit 2003 - 1. Vorsitzender des SGSV, die Ehrenvorsitzenden- Urkunde.

Alle Anwesenden zollten Karl Heinz die ihm zustehende Ehrung mit stehendem Applaus.

Danach wurde das Buffet gestürmt und es wurde wieder viel geredet und gelacht. Auch dieser Abend ging wieder recht früh zu Enden.

Am 3. Tag wurden wieder um 9 Uhr die letzten Gruppen gelost. Wolfgang Rüskamp gegrüßte wieder alle Starter und vollzog in gewohnt ruhiger Art und Weise die Verlosung.

Um 10.30 Uhr wurden dann die ersten Fährten abgesucht. Es versprach ein schöner Tag zu werden. Am Fährtengelände wieder das gleiche Bild. Entspannte Sportler, die Ihre 2 Fährten bereits abgesucht hatten, die aufgeregten , die noch suchen mussten und die interessierten Zuschauer.

Natürlich wurden schon einige Hochrechnungen gemacht. Hier schlägt dann doch mein SGSV’ler Herz und ich muss zugeben, dass ich schon geschaut habe, wer unseren beiden Podestplätzen noch gefährlich werden konnte. Es blieb lange spannend. Das Ergebnis sah ich dann auch erst im Schreibbüro, als alle Ergebnisse eintrafen.

An dieser Stelle ist es nun Zeit auch mal der Feldversorgung unseren Dank auszusprechen. Matthias Müller , LRO des LV B/B, versorgte mit seinen Vereinskameraden vom HSV Lübben alle 3 Tage die hungrigen und durstigen Anwesenden am Fährtengelände. Es gab leckere Suppe, originale Thüringer Rostbratwürste und saftige Schnitzel.

Sie haben immer versucht, in der Nähe des „Hauptfeldes“ ihren Stand aufzubauen. So sind sie mit dem „Tross“ am Sonntag immer mitgezogen. Damit waren für alle die Wege nicht allzu groß. Die Fährtenleger haben natürlich hier immer etwas das Nachsehen.

Als dann um ca 15 Uhr alle Starter im Standquartier einfanden, wurde durch das Schreibbüro hervorragende Arbeit geleistet. Es wurden schnell die Urkunden ausgedruckt, die Leistungsurkunden ausgefüllt und durch Richter und Prüfungsleiter zügig unterschrieben.

So das um 16 Uhr die Siegerehrung stattfinden konnte. Es war ein sehr schönes Bild, als Spielmannzug Mittenwalde, alle Offiziellen und alle Teams gegenüber dem Schloss Aufstellung nahmen.

Als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit durfte ich den Zug mit dem Logo der DM/DJM anführen und in den Schlossgarten einmarschieren. Die Polizei sperrte die Strasse ab und viele Bürger von KW fragten sich, was da stattfand und schauten einfach interessiert zu. Wir nahmen im Innenhof der Schlossanlage Aufstellung, eingerahmt durch die Fährtenleger, mit brennenden Fackeln.

Wieder übernahm erst Mirko Jablinski das Wort und dankte allen Teams und Organisatoren, danach Wolfgang Rüskamp und auch Landrat Stephan Loge war wieder gekommen und fand auch wieder die richtigen Worte. Die folgende Siegerehrung, die Wolfgang Rüskamp vornahm, verlief dann schon fast im Dunkeln.

Daniel Frei wurde deutscher Jugendmeister mit seiner DSH-Hündin Uxana vom Prälatenwald mit 91/91 Punkten.

Den 3. Platz belegte Hartmut Güth mit Olivia vom Further Moor mit 99/91=190 Punkten

Den 2. Platz belegte Denise Plaschil mit Naomi vom Further Moor mit 99/92=191 Punkte.

Und zum Schluß wurde der neue Deutsche Meister aufgerufen und alle SGSV-ler freuten sich, dass sie nicht nur Gastgeber einer schöner Meisterschaft waren, sonder auch der Titel im SGSV bleibt.

Deutscher Meister 2015 der Fährtenhunde wurde Helmut Richter mit Apollo mit 95/97 = 192 Punkten.

Allen Siegern einen herzlichen Glückwunsch, aber auch allen Teilnehmern. Denn es war letztendlich ein langer Weg, sich zur Teilnahme an die DM zu qualifizieren.

Die DM wurde durch Wolfgang beendet. Er bedankte sich bei allen Teilnehmer für ihr faires Verhalten und dankte dem SGSV für eine hervorragend organisierte Meisterschaft. Im besonderen Torsten Schumpa, Thomas Boguth und Claudia Wagner.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, das der komm. 2. Vorsitzende des LV B/B Thomas Daum, ebenfalls seinen Anteil am Gelingen der Meisterschaft hatte. Er agierte immer im Hintergrund, war für alle eine unentbehrliche Hilfe. Aber auch Birgit Chomsé vom LV B/B ist zu danken, die Claudia am Sonntag im Schreibbüro half. Da Claudia das erste Mal bei einer solchen große Meisterschaft das Schreibbüro übernahm, hatte sie im Vorfeld kräftige Unterstützung durch Helene Zeidler, vom SGSV. Auch hier herzlichen Dank.

 

Christian Lecoutré

Org.-Team/ Obmann für Öffentlichkeitsarbeit